Diese Absage zeigt erneut die überhebliche Ignoranz der Verantwortlichen von RUHR 2010. Schon mal was von der Kultur des Motorsports gehört, meine Herren? Im Übrigen wird bei Straßenkursen auf die berühmten Kiesbetten verzichtet, das sollte man eigentlich wissen. Aber wir lassen uns diesen visionären Gedanken nicht austreiben und halten es mit dem Mann, der seine Idee gegen alle Kritiker erfolgreich durchsetzte: John Cooper.

 

 

 

Viel Spaß dabei wünscht Ihnen das Kiddingo.de Redaktionsteam

John Cooper? Wer ist John Cooper!?

John Cooper war Formel1-Konstrukteur,
in den 50er Jahren hatte er´s schwör,
Nur Boliden mit Frontmotor
brachte die Branche bis dahin hervor.

Runde um Runde kurvt ein grüner Rennwagen um den Grand-Prix-Kurs von Goodwood in England. Dann verstummt das Brüllen des Motors. Der Leiter der Testfahrten hat den Wagen angehalten. Der Fahrer wird mit Schulterklopfen begrüßt. Der neue Versuchswagen der British Racing Motors (BRM) hat den Goodwood-Rundenrekord von 1:28,8 Minuten um volle vier Sekunden auf 1:24,8 Minuten verbessert.
Das Fachblatt "Auto, Motor und Sport" begeisterte sich darüber: "Eine phantastisch zu nennende Zeit (...) Der Heckmotor ist im Rennwagensport auf dem Vormarsch."
Zum ersten Mal hatte das BRM-Team einen Rennwagen gebaut, dessen Motor nicht nach herkömmlicher Bauart in der Frontpartie, sondern im Heck platziert war.

Den Anlass für die Neukonstruktion lieferte der gleichfalls in England ansässige Cooper-Rennstall, der von jeher die Heckmotor-Bauweise vertrat und mit seinem Sieg in der Rennwagen-Weltmeisterschaft 1959 einen Überraschungserfolg erzielte. Es war die erste Weltmeisterschaft eines Heckmotor-Rennwagens.
Schon in den 30er Jahren hatte Ferdinand Porsche trotz aller Erfolge seiner Auto-Union-Rennwagen die Vorherrschaft der Frontmotoren nicht brechen können. John Cooper (1923–2000) eiferte der Porsche-Konzeption nach. Allerdings entschied er sich nicht, wie Porsche, aus technischer Überzeugung für den Heckmotor. Coopers Flitzer erhielten nämlich aus Kostengründen billige Motorradtriebwerke, die sich – um durch Direktantrieb mittels einer Kette übermäßige Reibungsverluste zu vermeiden – am einfachsten im Heck anbringen ließen. Ausgerüstet mit Coventry-Climax-Motoren, die im Krieg britische Luftschutz-Feuerspritzen auf Druck gebracht hatten, starteten Coopers Rennwagen von 1957 an in der Formel 1. Schon nach zwei Jahren kam der Erfolg. 1959 und 1960 wurde Jack Brabham im Cooper-Climax Formel1-Weltmeister. Die vorher tonangebenden Ferraris mit Frontmotor wurden von Coopers Heckmotor überholt.
Dass die PS schwächeren Cooper schneller waren als die Konkurrenz, lag an drei entscheidenden Vorteilen:

Beim Frontmotor-Wagen dagegen lagen die Tanks im Heck, so dass die Belastung der Hinterachse im Rennen von Runde zu Runde geringer wurde, was wiederum das Fahrverhalten des Autos beeinträchtigte, da sich die Fahreigenschaften während des Rennens änderten und sich die Reifen wegen der schwankenden Stabilitätsverhältnisse schneller abnutzten.
So musste Ferrari zum Beispiel Reifenwechsel in Rennen vornehmen, die von Cooper ohne Wechsel durchgestanden wurden, obwohl beide das gleiche Reifenfabrikat fuhren.
Den Konkurrenten Coopers dämmerte spätestens jetzt: Der Heckmotor ist im Rennwagensport auf dem Vormarsch!

... nun ruht John Cooper,
der an sich geglaubt
und Motoren von vorne nach hinten geschraubt,
machte Brabham zum Sieger, er trägt die Kron,
dass heut alle so fahren, das ist sein Lohn. John Cooper.

(im)


Mitmachen hat sich gelohnt: Alwine Ometa

Gewinnerin der Preisfrage vom Februar

Unter den vielen richtigen Einsendungen ist sie die überglückliche Gewinnerin: Frau Alwine Ometa, hier vor dem Redaktionskopierer im Kiddingo-Verlagshaus. Mit Interesse und Spannung konnte unsere Leserin die kreative Hektik bei einer Redaktionssitzung verfolgen.
"Cool, diese lockere Atmosphäre hier", kommentiert die Gewinnerin ihren aufregenden Besuch. Auf die Frage, was sie denn mit ihrem Preis machen werde, antwortete Frau Ometa: "Das Buch werde ich zusammen mit meinen Freund lesen." Eine tolle Idee. Wir gratulieren und wünschen dabei viel Vergnügen.

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Kiddingo.de ist das Online-Angebot der Kiddingo Printausgabe, die seit zwei Jahren jeden Monat am Kühlschrank der Familie Brakelmeyer erscheint.
Kiddingo.de sieht sich als Sprachrohr abgelehnter Projekte für die Kulturhauptstadt RUHR.2010, die unverständlicherweise ausjuriert worden sind. Diese verkannten, kulturellen Rohdiamanten werden zusammengetragen, aufbereitet und dem Vergessen entrissen von Ingo Meyer und Benny Steffens.

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